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"Judo ist der Weg zu dem effektivsten Gebrauch sowohl körperlicher als auch geistiger Stärke. Dadurch, dass es dich im Angreifen und Verteidigen schult, festigt es deinen Köper und deine Seele und hilft dir, den Geist des Judos ein Teil deines werden zu lassen. Auf diese Weise bist du fähig, dich selbst zu vervollkommnen und etwas von Wert der Welt zu geben. Dies ist das endgültige Ziel der Judoerziehung?"
(Kano1860-1938)

Judo Prüfungen Dan

Dan-Grade

1. Dan / 2. Dan / 3. Dan / 4. Dan /5. Dan

Gürtel oberhalb des 5. Dan (Großmeistergürtel) können nicht durch Ablegen einer Prüfung erreicht werden.
Sie werden ausschließlich verliehen.

1. Dan  
Vorkenntnisse
  • alle Techniken der Kyu Ausbildungsstufen können stichprobenartig abgeprüft werden
Wurftechniken (7Aktionen) Tsuri-goshi O-soto-guruma Sukuri-nage Uki-waza Sumi-otoshi Harai-tsurikomi-ashi Yoko-wahare
Bodentechniken (19Aktionen)

Kesa- gatame, Yoko-shiho-gatame,

Kami-shiho-gatame, Tate-shiho-gatame, Kata-gatame

Jui-gatame, Ude-garami, Ude-gatame, Waki-gatame, Hara-gatame,Kannuki-gatame,Ashi-gatame

Juji-gatame, Hadake-jime, Okuri-eri.jime, Kata-ha-jime, Kata-te-jime, Ryo-te-jime, Ashi-jime

Anwendungsaufgabe Stand / SV

(max. 5min + 6Aktionen)

  • Demonstration und Erläuterung der eigenen Spezialtechnik im Stand unter Technisch / taktischen Aspekten
  • 3 Wurfverkettungen ( kombination oder Finte)
  • 3 Kontertechniken
Anwendungsaufgabe Boden / SV (9Aktionen)
  • 4 Übergänge vom Stand in die Bodenlage - davon je zwei aus missglückten Angriff des Gegners und je zwei aus nicht oder teilweise erfolgreichem eigenem Angriff
  • Erarbeiten von drei Bodentechniken gegen die Bank / Bauchlage aus drei verschiedenen Angriffsrichtungen und unter Berücksichtigung der drei Prinziepien Halten, Hebeln und Würgen
  • Abwehrverhalten gegen zwei unterschiedliche Angriffe am Boden
Übungsformen
  • Tandoku-renshu und Uchi-komi zur Spezialtechnik im Sand
Theorie
  • Zug und Druck, Gleichgewicht, Kontaktpunkte, Kräftewirkung
Kata
  • Nage-no-kata

Erläuterungen zum Prüfungsprogram 1. Dan

Prüfungsschwerpunkte:

Der 1. Dan soll die Inhalte des kyu-Programms festigen und in Sinnzusammenhängen erweitern. Der schwarze Gürtel wird in der Öffentlichkeit als "Meistergrad" wahrgenommen. Diesem Anspruch muss er durch hohe Qualitätsstandart auch bereits in der ersten Stuffe genügen.

Anmerkungen zu den Prüfungsfächern:

1. Vorkenntnisse:

Es können alle Techniken des Kyu-Ausbildungsprograms im Sinne einer Ergebnis- und Qualitätssicherung stichprobenartig abgeprüft werden.

2. Wurftechniken:

Die Go-Kyo ist für den Deutschen Judo Bund eine wichtige historische Systematischierung von Wurftechniken. Deshalb sollen zum 1. Dan die sieben Wurftechniken der Go-kyo gezeigt werden, die im Kyu-Ausbildungsprogramm noch nicht erwähnt wurden.

3. Bodentechniken:

Als Kompromiss zwischen Namensgebung des Kodokan und gewachsenen methodischer Tradition in Deutschland werden 5 Haltegriff-, 7 Armhebel- und 7 Würgegriffgruppen benannt. Zum 1. Dan soll jeweils eine Variante demonstriert werden.

4. Anwendungsaufgaben Stand / SV:

Der Prüfling soll seine Spezialtechnik in technisch/taktischen Zusammenhängen erklären und demonstrieren können. Dazu gehören Fassartstrategiien zu beiden Auslagen und die bevorzugte Wirfposition mit evtl. vorbereitender Technik (max. 5min) . Als Wurfverkettung können sowohl Finte als auch kombination gezeigt werden. Alle Techniken, auch die konter, sind frei wählbar, sollten in taktischem Zusammenhang stehen (SV-Aufgabe in gesonderter Übersicht).

5. Anwendungsaufgabe Boden / SV:

Bei den Übergängen vom Stand in die Bodenlage sollte möglichst ein für die Bodentechnik notwendiger Griff bereits im Stand vorbereitet werden oder vorhanden sein. Beim Erarbeiten gegen die Bank-/Bauchlage werden unter Berücksichtigung von drei Angriffsrichtungen und der drei Technikprinzipien insgesamt nur drei Techniken verlangt. grundsätzliches abwehrverhalten am Boden, wie z.B. "Einrollen", wird ausfürlich erläutert (SV-Aufgabe in gesonderter Übersicht).

6. Übungsformen:

Die grundlegenden Übungsformen Tandoku-renshu (mit sicherem Stand nach Platzwechsel) und Uchi-komi aus dem Stand in korrekter Auslage und günstigem Griff (wir empfehlen Kontakt-Uchi-komi ohne den Partner auszuheben) sollen zur Spezialtechnik demonstriert werden.

7.Theorie:

Einfache bewegungstheoretische Aspekte:

Der Prüfling soll in der Lage sein, einfache biomechanische Aspekte, wie Zug- und Druchrichtung, Kontaktpunkte und Kräftewirking vin Techniken, sowie Gleichgewichtsverhlten von Uke und Tori zu erklären.

8. Kata:

Die Nage-no-kata bleibt weiterhin die traditionelle Kata für den 1. Dan. Sie wurde in den letzten drei Kyustufen systematisch vorbereitet undmuss nun zum ersten Mal komplett ( auf Grundlage der Kodokan DVD von 2008) demonstriert werden.

 

1. Tsuri-goshi Hüftzug
2. O-soto-guruma Großes Außenrad
3. Sikui-nage Schaufelrad
4. Uki-waza Schwebe (wurf) technik
5. Sumi-otoshi Echenkippe
6. Harai-tsuri-komi-ashi Hebezug-Fußfegen
7. Yoko-Wakare Seitenriss
8. Kata-gatame Schulter-Haltegriff
9. Hara-gatame Hebel mit Hilfe des Bauchs
10. Kannuki.gatame Riegelstreckhebel
11. Ashi-gatame Bein (Fuß) Hebel, Hebel mit Hilfe des Beines / Fußes
12. Kata-te-jime Würgen (hauptsächlich) mit der Hand
13. Ryo-te-jime Doppelhand-Würgen, (Parallelgriff-Würgen)
14. Ashi-jime Würgen mit hilfe des Beines / der Beine
15. Tandoku-renshu Einzelübungen, ohne Partner (Übungsform)
16. Uchi-komi Wiederholte Wurfansätze ohne Wurf (Übungsform)

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2. Dan  
Vorkenntnisse alle Techniken der bisherigen Ausbildungsstufen können stichprobenartig abgeprüft werden
Wurftechniken Sode-tsuri-komi-goshi Yama-arashi Hikkomi-geshi Tawara-geshi Morote-geri Obi-otoshi
Bodentechniken 2 Varianten der 5 Osae-komi-waza 2 Varianten der 7 Kansetzu-waza 2 Varianten der 7 Shime-waza
Anwendungsaufgabe Stand / SV
  • Demonstrationen und Erleuterungen von technisch / taktishen Handlungen, wenn die Eigene Speziealtechnik verhindert wird
  • 6 Wurftechniken aus sinnvollen Situationen beidseitig demonstrieren
  • 5 Kombinationen oder Finten, als Reaktion auf unterschiedliche Handlungen des Gegners
  • 3 Kontertechniken als Folge unterschiedlichen Abwehrverhalten (je 1 Block, 1 Übersteigen, 1 Ausweichen)
Anwendungsaufgabe Boden / SV
  • Erarbeiten von 4 Bodentechniken aus der Standartsituation Rückenlage (Angriff zwischen den Beinen) und je zwei in Unter- und Oberlage
  • Erarbeiten von zwei Bodentechniken mit Hilfe von Fesselungen in verschiedenen Situationen des Bodenkampfes
Übungsformen
  • Nage-komi Formen, spezielle UK Formen
Theorie
  • Technikeinteilung (Systematisierung - z.B. Go-kyo, Prinzipien)
  • die Arten des Techniktraining
Kata
  • Katame-no-kata

 

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3. Dan  
Vorkenntnisse alle Techniken der Kyu- Dan- Ausbildungsstufen können stichprobenartig abgeprüft werden
Wurftechniken
  • Je drei frei wählbare Kaeshi- und Maki-komi-waza aus dem Kodokan Programm
Bodentechniken Prinziepien des Haltens und Befreiens Prinziepien des Hebelns Prinzipien des Würgens
Anwndungsaufgabe Stand / SV
  • Demonstration und Erläuterung von unterschidlichen Mögelichkeiten des Angriffs- und Abwehrverhaltens mit je zwei Beispielen
Anwendungsaufgabe Boden / SV
  • Erarbeiten von drei Verkettungen zwischen Halte- und Hebeltechniken unter Ausnutzung von Ukes Verteidigungsversuchen
  • Demonstration und Erläuterung einer Handlungskette am Boden unter technisch / taktischen, mathodischen und konditionellen Aspekten
Übungsformen
  • 3 Unterschiedliche Randoriformen
Theorie
  • Judo-Werte
  • Rolle von Uke und Tori
  • Unterrichts- / Lehrmethoden
  • Differenzierung nach Zielgruppen
Kata
  • wahlweise Kime-no-kata oder Gonossen-no-kata

 

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4. Dan  
Vorkenntnisse


alle Aufgaben der Kyu- und bisherigen Dan- Ausbildungsstufen können stichprobenartig abgeprüft werden

Standtechnik (stichprobenarti)
  • Sicheln
  • Fegen
  • Blockieren / Stoppen
  • Verwirrungen
  • Einhängen
  • Eindrehen
  • Ausheben
  • Einrollen
  • Selbstfallen
Bodentechnik (stichprobenartig)

Demonstration, Erläuterung und Begründung grundsätzlicher Verhaltensweisen, prinzipien und Lösungsmögelichkeiten am Boden:

a) Angriff aus der Ober- und Unterlage

b) Abwehr aus der Ober- und Unterlage

jeweils zu allen Standartsituationen

Theorie geschichtliche Entwicklung und prinziepieller Hintergrund
Kata wahlweise Kodokan-goshin-jutsu oder Ju-no-kata

 

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5. Dan  
Vorkenntnisse alle Aufgaben der Kyu- und Dan- Ausbildungsstufen können stichprobenartig abgeprüft werden
Technik

Schriftliche Ausarbeitung, mündliche und praktische Darstellung von zwei komplexen judospeziffischen Themen aus den folgenden drei Bereichen:

  1. Kata => Entwicklung einer eigenen Kata mit ca. 15 technischen Elementen
  2. Methodik => zwei unterschidliche methodische Wege zur Entwicklung von Judotechniken untet Berücksichtigung von Spiel- und / oder Übungsformen
  3. Technik / Taktik => das Handlungsrepertoire eines eines bestimmten Wettkämpfers
Theorie grundlegende Gedanken zur weiteren Entwicklung des Judo und zum Selbstverständnis des Judoka
Kata Itsutzu-no-kata und Koshiki-no-kata oder Itsutsu-no-kata und Kime-no-kata (nur wenn nicht bereits gezeigt, Eintrag Judopass)

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Dan Grade 6.-10. Dan (die rot-weissen und roten Gürtel)

In diesem Zusammenhang wird auch gerne behauptet, dass Kano den 11ten oder 12ten Dan getragen hätte. Das ist allerdings nicht richtig. Kano hatte überhaupt keinen Gürtel, weder Kyu noch Dan. Kano der Begründer (Shihan) des Judo, niemand hätte die Kompetenz und das Recht ihm einen Gürtel zu verleihen. Somit könnte man allerdings sagen, dass Kano ein Weissgurt war.

Höhere Graduierungen als den 10. Dan werden weltweit nicht vorgenommen, da auch Kano niemals einen höheren Gürtel verliehen hat und es so eine Entwertung der bisherigen JuDan- Träger gleichkäme, wenn eine höhere Graduierung vergeben würde. Theoretisch wäre es allerdings möglich, da die Anzahl der Graduierungen im Judo niemals festgelegt worden ist.

Der 10. Dan (rot) wird von der IJF (international Judo Federation) oder vom Kodokan (die erste ursprüngliche und von Kano gegründete Judoschule in Tokio, Japan) verliehen. Dies wurde in der Geschichte des Judo bisher nur 17 mal vorgenommen und ausschliesslich an Personen, die sich ein Leben lang um das Judo verdient gemacht haben und auch nachweislich weltweiten Einfluss auf die Entwicklung von Judo genommen haben. Der weltweit erste 10. Dan wurde von Kano selbst an Yamashita posthum verliehen (auf der Verleihungsurkunde wurde als Datum allerdings der Todestag vermerkt).

Diese Graduierungen sind schwer zu erlangen, da sie nicht durch eine technische Prüfung zu erlangen sind. Sie werden ausschliesslich verliehen. Dabei werden der 6. und 7. Dan durch den Ehrenrat Landesverband, der 8. und 9 (rot). Dan durch den Ehrenrat des Deutschen Judobundes verliehen. Die Ehrungen zu diesen Hohen Graduierungen setzen ein lebenslanges Wirken im Judosport voraus – je höher der Dan, desto länger und weitreichender das Wirken im Judo.